Partizipation und Kinderschutz – ein intensiver Austausch mit Cathrin Milz
Shownotes
In der ersten Gastfolge von Kinderschutz im Dialog – der Systemversteher-Podcast spricht Alexandra Voß mit Cathrin Milz über ein Thema, das weit mehr ist als Beteiligung: Partizipation als gelebter Kinderschutz.
Denn Kinder und Jugendliche, die gesehen, gehört und beteiligt werden, erleben Selbstwirksamkeit, Schutz und Zugehörigkeit. Partizipation ist kein zusätzliches Angebot, sie ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass Kinderrechte im Alltag wirksam werden.
Gemeinsam sprechen Alexandra Voß und Cathrin Milz darüber, warum Partizipation mehr braucht als gute Absichten und weshalb ihre Umsetzung strukturell begleitet werden muss. Cathrin Milz beschreibt die drei Säulen ihrer Arbeit: die Stärkung von Kindern und Jugendlichen, die strukturelle Umsetzung von Beteiligung sowie die Beratung in Haltung und Führung. Denn Beteiligung entsteht nicht zufällig, sie braucht Haltung, Strukturen und Menschen, die ihre Umsetzung auch in Krisenzeiten sichern und weiterentwickeln.
Die Folge macht deutlich: Vielfalt bedeutet, unterschiedliche Perspektiven an einen Tisch zu holen. Jede Profession bleibt dabei in ihrer Rolle und genau darin liegt ihre Stärke. Multiprofessionalität schmälert keine Kompetenzen, sondern erweitert sie fachlich. Denn guter Kinderschutz entsteht dort, wo verschiedene Blickwinkel zusammenkommen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Partizipation bedeutet, Kinder und Jugendliche nicht nur anzuhören, sondern sie tatsächlich zu sehen, ihre Perspektiven ernst zu nehmen und ihnen echte Teilhabe zu ermöglichen.
Eine Folge über Haltung, Beteiligung und die Frage, wie präventiver Kinderschutz gelingen kann und was das mit Demokratie (er)Leben zu tun hat.
Denn gelebte Partizipation ist der Beginn von gelebtem Kinderschutz.
Transkript anzeigen
00:00:11: Hallo und herzlich willkommen zurück zu Kinderschutz im Dialog.
00:00:31: Heute ein bisschen anders, normalerweise sage ich an dieser Stelle hallo Karsten Heute wird es ein Hallo Katrin.
00:00:38: Vorab möchte ich aber sagen, dass ihr auf dieser Folge leider ein paar Störgeräusche im Hintergrund hören werdet und zwar sind viele Dinge im Wandel auch bei uns.
00:00:48: Und bei uns sind aktuell die Gebäude im Wandel, weshalb hier gearbeitet wird und ihr das vermutlich zwischendurch einfach ein bisschen hören werde.
00:00:57: Nichtsdestotrotz freue ich mich heute ganz besonders auf die jetzt anstehende Unterhaltung in diesem Sinne.
00:01:03: hallo Katrin!
00:01:06: Du
00:01:06: darfst die erste Gästein sein bei uns im Podcast zum Thema Partizipation.
00:01:11: Das ist deine Stelle hier, du wirst gleich vermutlich noch ein bisschen was dazu sagen.
00:01:15: und genau damit wollen wir uns heute beschäftigen.
00:01:16: zu überlegen, wofür braucht es Partizhipation?
00:01:19: Braucht es dir in Institutionen überhaupt?
00:01:21: Ist das sowieso gelebte Praxis?
00:01:24: sind wir irgendwie einfach ein bisschen besonders speziell dass wir sagen dafür gibt's eine eigene Stelle und uns darüber Gedanken machen wollen.
00:01:31: Was hat das eigentlich mit Kinderschutz zu tun, wenn Kinder ihre Rechte kennen?
00:01:34: Vielleicht magst du anfangen dich kurz vorzustellen ein bisschen was zu sagen... ...zu sagen warum dein Thema eigentlich Partizipation ist.
00:01:42: Danke erstmal für die Einleitung!
00:01:44: Ja ich bin Patrindt Milz und seit dem ersten Fünften für dieses System verstehe er zuständig und als Referentin für Partizibationen Und bin total motiviert und hab total Lust, das hier mit einzubringen.
00:01:57: Ich glaube so ... dass ja immer bei diesen Stellen ein persönliches Interesse daran ist.
00:02:03: insgesamt, glaub ich es natürlich als Erzieherin, als Mensch aus diesem Bereich, als Partizipation für uns alle total interessant und relevant.
00:02:13: Gleichzeitig habe ich oft einen aktivistischen Gedanken dabei auch.
00:02:18: Seitdem ich Mutter bin von einer kleinen Tochter ist es halt so, dass ich noch mal deutlich stärker auch am eigenen Leib und am Leibe meiner Tochter festgestellt habe wie wenig Kinder ernst genommen werden immer noch.
00:02:30: Wie wenig die Rechte gewahrt werden, wie sehr ich oft dafür belächelt werde, wie viel ich ihr den Raum gebe wo sie noch so klein ist und ja eigentlich nichts mit zu entscheiden hat.
00:02:39: in Augen anderer Und darüber ist das einfach nochmal ein ganz persönliches Anliegen wie wichtig mir Partizipation geworden ist weil ich das einfach so auch im Alltag sehr lebe Und mich dafür aber auch immer noch rechtfertigen muss und das einfach nicht.
00:02:53: so sein sollte.
00:02:54: Vielleicht steigen wir da einmal ein, zu überlegen was ist denn eigentlich Partizipation?
00:02:58: Weil ganz oft wird es glaube ich verwechselt mit maximaler Bestimmungsgewalt von Kindern und Jugendlichen.
00:03:05: Und das ist es im Zweifel übrigens nicht!
00:03:07: Da kommt die Komponente Schutz dazu weil alles entscheidend zu müssen ist übrigens auch nicht Partizhipation und ist auch nicht der Gedanke vom Kinderschutz im Bereich Partizcipationen und da einfach nochmal zu unterscheiden nämlich Partizipation bedeutet, dass Recht aufgehört werden.
00:03:24: Meine Stimme hat Raum und Wirkung!
00:03:25: Und nicht ich entscheide alles.
00:03:27: Absolut weil das ist ja auch eine Verantwortung die auch keine Kinder tragen müssen und sollen aber natürlich alters- und reifelgradgerecht Ich glaube so es ist auch irgendwie in einem gesetz verankert.
00:03:39: Das sind bei den Paragrafen das Natürlich zu berücksichtigen und natürlich wird einer dreijährige anders gehört ihr den Raum für Entscheidungen und im Zweifel dann eben nur mit zwei Entscheidungsmöglichkeiten gegeben als ein sechzehnjähriger, mit dem man natürlich ganz anders einbinden kann.
00:03:55: Und Teilhabe heißt eben teilzuhaben am gesellschaftlichen Leben und das wie du sagst die Meinung gehört werden kann dass die auch berücksichtigt wird und das Informationen fließen finde ich ist auch ein großer Punkt gerade immer auf die stationäre Jugendhilfe gucken.
00:04:13: klar ist, was passiert mit mir und meinen Informationen.
00:04:17: Wie wird über mich auch im Zweifel entschieden?
00:04:19: Weil Kinder glaube ich und Jugendliche erleben ja oft dann in solchen Settings einfach eine Ohnmacht.
00:04:25: Weil dann Erwachsene entscheiden... Und das ist darum natürlich auch am Ende nicht gehen soll sondern dass sie nicht die Verantwortung tragen müssen aber eben mit hören und mit entscheiden dürfen und die Stimme zählt.
00:04:37: Im Grundsatz könnte man davon ausgehen, dass ein Kinder- und Jugendhilfeträger den partizipativen Gedanken sowieso hat.
00:04:44: Also weil das Teil unserer Aufgabenbeschreibung ist – ich kann es auf meinen Bereich auch minstende Kinderschutz.
00:04:49: Ich weiß, dass alle Mitarbeitenden hier sind oder ich gehe davon aus.
00:04:54: Aber ich gehe nicht davon aus, dass sie im besten Sinne und besten Wissen und Gewissen auch Kinderschutze betreiben.
00:05:00: Und dann kann man sich ja die Frage stellen, braucht es unsere Stellen?
00:05:05: ganz provokant gesagt brauchst dich und mich in diesen Unternehmen eigentlich überhaupt, wenn das doch sowieso unser Grundgedanke in Haltung Arbeit.
00:05:13: Und in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen ist?
00:05:16: also das regt ja erstmal zur Reflektion überhaupt an weil natürlich komme ich Mit der Offenheit und mit dem mit der Grundvorragssetzung dass hier alle Partizipativ und auch Kinderschutz orientiert arbeiten und arbeiten wollen und das auch auf jeden Fall
00:05:32: für
00:05:32: wirklich Ja, es gibt ja fast neunundneinhalb Prozent der Pferdagoginnen und sonstigen Fachkräfte hier im Verbund.
00:05:40: Auf jeden Fall das so an fast an erster Stelle steht.
00:05:42: davon gehe ich grundsätzlich tatsächlich fast aus.
00:05:45: Und was ich aber glaube was bei Partizipationen auch im Thema Kinderschutz rein spielt ist eben dass Es so viel mit Haltung zu tun hat und so viel Mit Alltagspraxis und Krisenfestigkeit.
00:05:57: weil es ist ja schön die Theorie dass ich das Kind oder den Jugendlichen mit einbeziehe.
00:06:03: Wenn ich aber maximal gerade mit meinem eigenen Themen konfrontiert bin, weil da jemand sich total verbockt und verweigert und die Tür nicht aufmacht in seinem Zimmern ... Das greift ja auch meine Handlungsfähigkeit an!
00:06:14: Und in diesen
00:06:14: Momenten,
00:06:15: in diesem Alltags- und Praxismomenten, da ist die Frage einer Partizipation.
00:06:19: Ich glaube, es ist urmenschlich, dass in diesen Momente Menschen an ihre Grenzen kommen... und Partizepationen und Künderschutz und dann eben Menschen, Da sind dabei Helfen, Strukturen und Prozesse zu schaffen wie in diesen Momenten Partitipation oder Kinderschutz gelebt werden kann.
00:06:40: Man nicht in diese Ohnmach verfällt und vielleicht auch ein alter Muster.
00:06:43: Wir sind alle anders sozialisiert.
00:06:44: das ist ja auch noch ein Faktor der mit reinkommt.
00:06:47: wir haben dass alle von unserer eigenen Kindheit nicht gelernt Wie es ist partizipativ behandelt zu werden Und das ist das wofür ich meine dass Ich hier bin.
00:06:59: Total schöner Ansatz finde ich und habe gerade noch mal so gedacht, genau das ist es ja.
00:07:03: Also zu sagen in den Grundfesten gehen wir davon aus dass genau diese Dinge die wir hier wollen uns überlegen, die Visionen die wir haben für diesen Träger, für unsere Stellen also wir haben ja für beides glaube ich Ideen.
00:07:17: also wir arbeiten jetzt seit durch hier bis sehr eng zusammen Und haben schon ja sind viele im Austausch da drüber und haben viel gesprochen.
00:07:23: Okay, wo wollen wir hin mit unseren Stellen?
00:07:25: Was schwebt uns so vor?
00:07:27: Was sollen die bewirken?
00:07:29: wie sollen sie sich auch verankern?
00:07:31: was brauchen die aber auch alleine um blühen zu können?
00:07:35: also all diese Themen mit denen wir uns auseinandersetzen und dem Gedanken daran zu sagen grundsätzlich ist es da was geht darum dass das ein bisschen den Fleisch und Blut übergeht und dass es eben genau in diesen Momenten in Hochstressmomenten in Krisensituationen dass es da abrufbar ist ein bisschen Muskelgedächtnis für den großen Muskelgehieren zu schaffen, was Partizipation und Kinderschutz angeht.
00:07:57: Das, was ein großer Faktor ist.
00:07:59: Wir setzen sehr viel Wert auf Bindung und Beziehung.
00:08:02: das ist etwas, was wir hier sehr stark leben wo wir in Haltung sehr viel investieren sowohl in Zeit als auch in Fortbildung zu sagen wir wollen es schaffen wir wollen Räume dafür schaffen und zeitgleich aber auch dass eben auch als Faktort zu sehen nämlich auch als Risikofaktor.
00:08:18: wie sehr bin ich in Bindung beziehungen und weshalb fallen mir manchmal Dinge nicht mehr auf oder weshalb reflektiere ich vielleicht anders was in Ordnung, was nicht in Ordung ist sowohl in dem Bereich Partizipation als auch im Bereich Kinderschutz.
00:08:34: Dafür ist es, finde ich auch immer total wichtig zu sagen.
00:08:37: Es gibt eben diejenigen, die das nicht im direkten Tun tun, sondern eben die, die auch noch mal strukturell da drauf schauen.
00:08:44: und das bedeutet nicht dass man irgendwie in jedem Prozessen mit drin ist so.
00:08:48: Das könnten wir überhaupt nicht ausfüllen, sondern dass es den Gedanken gibt zu sagen, da gibt es aber noch jemand der das auf verschiedenen Ebenen in verschiedenen Prozesse tut.
00:08:57: Ich finde du kannst gleich total gerne nochmal Werbung dafür machen.
00:09:00: Du sagst das immer so schön mit den drei Säulen der Partizipation?
00:09:03: total super und ich tute es in anderen Facetten eben auch auf verschiedenen Ebenen, aber genau das zu machen nämlich nochmal auf die Prozesse zu schauen.
00:09:13: Auf Umsetzung zu schauen so sagen okay was braucht ihr um das auch tun zu können?
00:09:18: Und dass es darum geht gar nicht zu sagen Das wird hier nicht gemacht oder zu sagen, wir machen alles selbst.
00:09:24: Also dann müssten wir jeden Dienst besetzen?
00:09:26: Das ist übrigens nicht möglich!
00:09:27: Wir haben einen sehr, sehr großen Angebot, das eben das HPZ erwähnt.
00:09:31: für alle die jetzt die Folgen vorher nicht gehört haben unser Träger setzt sich ja zusammen aus dem Bereich der Jugendhilfe des Hyperdagogisch Psychotherapeutischen Zentrums der Evangelischen Förderschule mit dem Schwerpunkt soziale, emotionale Entwicklung.
00:09:45: Also der Fördersschule und auch den evangelischen Berufskolleg so dass wir einfach ja viele Bereiche abdecken wenn wir da überall alles selber tun wollen würden.
00:09:54: das wäre nicht machbar und auch nicht zielführend sodass es eben darum geht ganz oft eher den Gedanken zu sagen Wir begleiten das.
00:10:04: als ich mich damals hier vorgestellt habe hab ich mir das immer so vorgestellt, es ist ein großes Haus und wir sind irgendwie unter einem Dachverband.
00:10:12: Ein großes Haus jeder in seinem eigenen Bereich.
00:10:15: Und als Mitarbeiter nämlich damals gefragt haben wo ich denn angegliedert bin habe ich mal so gesagt ich sehe mich gar nicht in einem der Häuser sondern ich seh mich seitlich daran gebappt zu sagen es läuft sowohl auf allen Hierarchiebenen als auch auf allen Häusern ein bisschen mit.
00:10:30: Das ist glaube ich der Gedanke wie's funktionieren kann.
00:10:33: Ich hab grad so das Bild von einer Heizung oder sowas.
00:10:37: Überall so einstrahlt, aber halt irgendwie auch nicht ... Naja, das bin ich nur gerade gekommen.
00:10:42: Aber was ich eben noch dachte ist ja erstens ein bisschen diesen Gesamtblick zu haben.
00:10:47: Was daran hilft, ist dass jede ... und jede Person und Mitarbeiter mit Fachkraft in ihrer Rolle bleiben kann.
00:10:54: Weil das ist ja nochmal auch das, was so ein bisschen ist, was ich jetzt auch schon gespiegelt bekommen habe aus zum Beispiel verschiedenen Bereichen.
00:10:59: So wir wollen unbedingt auch mal einen Kinderrechte-Tag machen aber uns fehlen die Ressourcen einfach.
00:11:04: Wir sind so mit der pädagogischen Arbeit in unserer Gruppe oder mit der Familienarbeit usw.
00:11:09: Sachen eben, die hier so zu tun sind.
00:11:12: Hilfeplanung, Kommunikation, Jugendämter und so weiter.
00:11:16: auch einfach so beschäftigt das so was manchmal hinten überfällt oder immer wieder so hinten angestellt wird.
00:11:21: Und dass ich dann eben auch schon die Rückmeldungen bekomme wie toll du jetzt bist, kannst du das ja irgendwie mit uns machen und ein bisschen anleihen?
00:11:28: Das ist auch mein Gedanke, dass es nicht darum geht aufzuerlegen oder ich sage jetzt wie's hier zu sein hat sondern ... wie du auch gesagt hast, ich möchte auch gerne einen Multiplikatur in ein Netzwerk gründen, sag ich jetzt mal für begeisterte und engagierte Menschen zum Thema Partizipationen.
00:11:44: Die das auch in die Bereiche tragen und vor allem die auch Erfahrungen aus den Bereichen mitbringen können, die sich auch austauschen können, also auch als Reflexions- und Austauschraum.
00:11:52: Auch wenn ich hier einen Teilbereich dieses ganzen Hauses sehr gut kenne... habe ich andere Teilbereiche, die auch nicht so durchdringen oder wo ich einfach den Alltag nicht kenne und das Klientel nicht kennens hat sich verändert.
00:12:04: Also natürlich die Probleme sage ich jetzt mal sind immer sehr individuell und divers und gleichzeitig verändert sich das ja auch über die Zeit mit dem gesellschaftlichen Geschehen und so weiter.
00:12:13: Und sofort, da braucht es natürlich auch die Menschen und auch die Kinder und Jugendliche am Ende deren Erfahrungen aus dem Alltag – und das kann ich gar nicht allein als eine Stelle abbilden.
00:12:23: Ich glaube, so arbeiten wir auch beide, dass es eben dann wie bei Menschen gibt, die da auch einfach Interesse und Lust dran haben unter diese Stimmen irgendwie auch mitzunehmen und auch gemeinsam Materialien und Prozesse zu gestalten, ja auch nutzbar sind und umsetzbar.
00:12:36: Und gleichzeitig dann eben dieser Blick von, ich sag jetzt mal außen in Anfangsstrichen zu haben und zu sagen hey warum geht da eigentlich kein Kind oder kein Jugendlicher mit in diese Konferenz?
00:12:48: Das wäre doch mal eine coole Idee irgendwie so also weil... Dann kommen immer so manchmal diese, das ist total menschlich.
00:12:54: Weil es gar nicht bewerten.
00:12:57: Dieses Jahr haben wir einfach ... machen wir halt so nach dem Motto.
00:13:00: Das ist überhaupt nicht schlecht!
00:13:01: Aber dann hilft es manchmal einen Menschen zu haben, die dann ein bisschen neugierig und auch ein bisschen naiv vielleicht sagen.
00:13:08: Warum geht's denn eigentlich nicht?
00:13:09: Und das braucht es vielleicht manchmal einfach.
00:13:12: Und das schreibt keine Kompetenz ab auf der anderen Seite.
00:13:16: Sondern... ergänzt einfach nur den Perspektive und hilft dabei, dass alle in ihren Rollen bleiben können.
00:13:21: Und das ist total toll und wertvoll umso mehr Perspektiven wir am Tisch sitzen haben und so ja ganzheitlicher ist am Ende des Angebots.
00:13:29: Total!
00:13:29: Also mir begegnet es auch immer noch häufig.
00:13:32: also ich mache das jetzt hier seit knapp zwei Jahren und an ganz vielen Stellen sind es schon zwei Jahre und auch erst zwei Jahre.
00:13:37: eine große Unternehmen brauchen Prozesse die sich entwickeln sie brauchen Zeit Das ist einfach so.
00:13:44: und es gibt Menschen, die offener sind schnell Sachen anzunehmen.
00:13:48: Es gibt Menschen die noch mehr auch in ihren Strukturen verhaftet sind, die Zeit brauchen Veränderungen auch nehmen zu können und umsetzen zu können.
00:13:56: Und daher ist das immer ein bisschen schon zwei Jahre und erst zwei Jahre.
00:14:00: Und zeitgleich begegnet mir aber auch, und ich sehe das auch als menschlich.
00:14:04: Aber gleichzeitig eben auch als große Herausforderung diese Idee von wenn jetzt jemand anders kommt dann schmerdert es meine eigene Kompetenz.
00:14:11: Und eigentlich ist es so schade weil wie du sagst und zu sich das auch zu sagen jeder darf mit seiner Brille gucken und es schmerlt nicht sondern es gibt mir eine ganz ganz große Möglichkeit zu sagen diesen Teilbereich der natürlich in meinem sein-und tun Thema ist also Partizipationen Kinderschutz die sind in meinem täglichen Tun mein Thema.
00:14:30: Aber wenn es darum geht, jetzt auch noch mal strukturell darauf zu gucken im Rahmen von Fallbesprechungen, von Reflexionen und von Krisennachbearbeitung.
00:14:37: Von Teamsitzungen!
00:14:39: Von Fachkonferenzen... Dann darf ich diesen Teil bewusst bei einer anderen Person lassen und sagen Ich darf aus meiner Brille gucken Aus der Brille der Pädagogin, der Therapeutin der Ärztinnen aus der Brille, der Verantwortlichen in Leitungsstrukturen.
00:14:57: Auch das nochmal eine Besonderheit unserer Stellen ist es da nämlich nicht angeordnet und das ist eigentlich total schön weil eben jeder im Rahmen seiner Situation, seiner Rolle bleiben darf.
00:15:07: Und es gibt einen Zusatz der sagt und mit dieser Brille komme ich und gucke mich.
00:15:11: Mir passiert das manchmal dass ich dann Ideen habe die für den Kinderschutz greifen und für dieses Segment gelten die aber noch lange nicht in den Gesamtkontext passen weil da ganz viel anderes noch mitspielt.
00:15:24: Aber genau darum geht es ja zu sagen Da kommt jemand, der guckt nur mit dieser Brille da drauf und er bringt uns den Blick mit.
00:15:30: Und deshalb ist das ein Gewinn.
00:15:31: also wir potenzieren unser Wissen und nicht wenn jetzt jemand kommt nimmt er mir ein Stück sondern er macht den Kuchen des Wissens und der Sequenz einfach noch vielfältiger.
00:15:41: Für das Thema Kinderschutz gibt es natürlich sehr klare rechtliche Vorgaben, aber auch für den Bereich Partizipationen gibt es rechtliche vorgaben wenn auch leider noch sehr wenige und auf der anderen Seite ist das gerade von Institution wie unsere.
00:15:54: Auch einfach Teil der Betriebserlaubnis, Teil des Versprechens einfach unserer Arbeit und deswegen ist es schon ein Stück weit... Nicht nur nice to help, sondern es wird immer wichtiger und ich glaube das wird auch in Zukunft immer wichtiger.
00:16:08: Da komme ich vielleicht zu meinem aktivistischen Anteil in mir.
00:16:10: Das ist einfach... Ja, auch Demokratieförderung ist in meinen Augen.
00:16:15: Und natürlich wird es zum Beispiel, wenn du jetzt sagst, welche Bereiche alles in unseren Fallen würde ich den paar Demokratieföderungen so z.B.
00:16:21: im schulischen Kontext deutlich stärker fokussieren weil das einfach so auch Teil des Lehrplans ist als eben im pädagogischen Gruppenalltag.
00:16:29: und gleichzeitig ist es dass wir uns das vor Augen halten dürfen und das ist auch meine große Vision Das werden Kinder und Jugendliche frühzeitig besser über ihre Rechte und auch ihre Wirksamkeit ihrer eigenen Stimme Wissen und das auch erfahren haben, erlebt haben.
00:16:45: Vor allem dann Kinder nügentlich aus unserem Setting die ja oft doppelt korrigierende Erfahrungen hier brauchen muss man ja auch noch mal dazu sagen wir haben
00:16:52: wahrscheinlich
00:16:53: im wirklich in den meisten Fällen große Unmachterfahrung gegenüber Erwachsenen.
00:16:59: Das heißt es muss wie gesagt doppelt Korrigiert werden.
00:17:02: umso wichtiger weil wir damit einfach Ja, wie gesagt auch politisch und aktivistisch und gesellschaftlich viel bewegen können.
00:17:10: Weil das dann die Erwachsenen sind, die wissen warum ich wählen gehen sollte, warum ich mich meine Stimme einsetzen sollte, Warum ist wichtig es laut zu sein wenn andere Menschen auf offener Straße diskriminiert werden?
00:17:21: Und dass das auch Wirkung hat!
00:17:23: Also der Part von Selbstwirksamkeit.
00:17:25: Meine Stimme hat Gewicht, das lernen zu dürfen und früh lernen zu durften wenn ich vorher vielleicht die Erfahrung gemacht habe.
00:17:30: meine Stimme meinen Sein mein Wesen mein Schutz meine Meinung die hatte übrigens gar kein Gewicht.
00:17:37: also dem nochmal Neu Raum zu geben.
00:17:38: Ich hab gerade so gedacht ich würde total gerne einmal an der Stelle verweisen weil wir vor kurzem eine Folge rausgegeben haben zum tag des Grundgesetzes und damit eben auch zur Kinder rechnen und dem Ungleichgewicht Da.
00:17:51: wer da noch nicht reingehört hat, gerne einmal an der Stelle nochmal reinschauen.
00:17:54: Das ist vor zwei, drei, vier, fünf Folgen gewesen!
00:17:58: Einfach mal durchklicken und alle hören – das sind auch eine Empfehlung.
00:18:02: Aber da ging es eben auch nochmal explizit darum, warum braucht es das?
00:18:05: Warum braucht es eine konkrete Verantwortung und Verankerung davon?
00:18:08: Warum ist das so wahnsinnig wichtig?
00:18:10: Warum brauchen unsere Kinder das?
00:18:12: Auch nochmal zu sagen, dass hat auch was damit zu tun... Wie nehmen wir Kinder in unserer Gesellschaft wahr?
00:18:17: Du hast es am Anfang gesagt, sind das irgendwie kleine Erwachsene.
00:18:20: Nee!
00:18:20: Laufen Sie so mit?
00:18:21: Nein!
00:18:22: Sondern sie brauchen... Ein eigenständige Persönlichkeit.
00:18:25: Genau, ein eigenständigen Persönlichkeiten und sie haben das Recht auch als das gesehen und wahrgenommen zu werden Und ich vergleiche das immer gerne mit einem sehr platten Beispiel.
00:18:34: aber wie oft werden Kinder einfach angefasst weil sie halt noch niedlich und klein sind?
00:18:41: Es kommt immer mal wieder hier in den Folgen durch, du hast es gerade über dich selber erzählt.
00:18:44: Wir haben beides Kinder und wenn ich überlege wie oft es ein Selbstverständnis war als sie noch sehr klein war im Maxikosi und man läuft irgendwie durch den DM und dann fasst jemand in diesen Maxikosirein.
00:18:55: also das ist ja schon der
00:18:57: Start.
00:18:58: Ja aber das ist der Start von Kinderrechnung von Partizipationen Von dem wie sehe ich einen Kind?
00:19:04: Wie sehe ich sein Wert dass ich sage Also, der Bäckereifachverkäuferin würde ich ja jetzt auch nicht über die Theke mal eben über die Wange streichen.
00:19:12: Weil ich denke, Mensch, die sieht heute so niedlich aus!
00:19:14: Ja aber genau das Gleiche wie oft über Kinder und Jugendliche gesprochen wird während sie daneben stehen in dritter Person also als ob sich irgendwie gar nicht anwesend wäre.
00:19:22: es finde ich immer erschreckend.
00:19:24: ehrlich gesagt habe ich immer so denke ja also warum fragst du mich?
00:19:27: Frag doch den Menschen der neben mir steht um seine Meinung weil ich kann das nicht gerade beantworten auch wenn ich vielleicht eine Ahnung habe finde ich wirklich erschreckend, deswegen umso wichtiger das so strukturell irgendwie auch zu verankern.
00:19:40: Und vielleicht komme ich da auch nochmal dann zu diesen drei Säulen die du eben angesprochen hast weil ich mir natürlich überlegt habe hier beim Start wie will ich das irgendwie angehen?
00:19:49: Weil man kann natürlich alles und nichts damit machen und ich möchte wie gesagt auch irgendwo ansetzen was jetzt erstmal maximale Utopie ist sondern auch daransetzen was da ist und was Potenzial hat und wo man eben auch ja wirklich das strukturelle und alltagssame Einbauen kann.
00:20:05: Und hat mir dafür eben überlegt, wie ich dann Partizipation verstehe oder auch was da alles reingehört?
00:20:11: Da ist natürlich die eine Säule, Kinder und Jugendliche zu stärken.
00:20:14: also kennen ihre Rechte werden sie gut aufgeklärt.
00:20:18: Ich habe so Ideen für alle Kinder und Jünglichen die aufgenommen werden wirklich auch einen kleinen Workshop bekommen.
00:20:25: Was sind hier eigentlich meine Rechte?
00:20:26: Also wir bekommen ja einen Flyer und es gibt Materialien dafür, aber wer kennt das alle so?
00:20:31: was landet dann im Papiermüll in irgendeinem Schublass wird dann einmal gesehen.
00:20:34: Aber auch wirklich zu wissen wie kann ich mich beschweren wenn ich auch in meiner Gruppe Probleme habe oder wo kann an wen kann ich nicht wenden.
00:20:41: Das gibt alles und gleichzeitig Wissen die das wirklich?
00:20:46: Ist das abrufbar in wirklich Notsituationen und da dann doch noch mal den persönlichen Kontakt direkt zu kommen, also da eben diese Stärkung der Kinder und Jugendlichen.
00:20:55: Darf ich da kurz rein?
00:20:56: Ich denke es ist so wahnsinnig wichtig weil genau dieser Anteil einfach auch so viel Gewicht hat... Wir machen das, wir sind ein großer Träger.
00:21:02: Wir haben uns natürlich Gedanken dazu gemacht, grundsätzlich gibt es das auch dass in Prozesse die sich weiterentwickeln dürfen, die vielleicht mal zu einem Zeitpunkt gut waren und jetzt jetzt prozessual noch einmal verändert werden dürfen.
00:21:15: Und Kassner dich sitzen oft hier und sprechen darüber wie sie zugänglich ist das denn überhaupt für alle Kinder?
00:21:20: Und wir haben eine Folge zum Thema Näh- und Distanz wo's auch darum ging zu sagen okay was is dann mit den Kindern, die sprachlich überhaupt nicht einordnen können Was brauchst du da?
00:21:32: Und da musste ich, als du mir das am Anfang einmal erzählt hast, muss dich darüber nachdenken, weil ich gedacht habe.
00:21:37: Ach wie toll!
00:21:37: Weil es wirklich ja auch nochmal alle abholt in ihren Fähigkeiten, in dem was sie können.
00:21:42: also ist ja nett dass wir hier einen Flyer haben aber wir haben eben auch Angebote für geflüchtete Kinder Für Kinder die vielleicht der Sprache, den sprachlichen Kontext nicht mächtig sind für junge Kinder, wo es noch mal ja nett ist einen Zettel zu haben an den ich irgendwie mehr anschauen kann.
00:22:01: Aber eben auch nochmal wirklich das erlebbarzumachen begreifbar zu machen.
00:22:06: was ist denn mein Recht?
00:22:08: Und ich habe ein Recht darauf zu sagen, meinen Gruppenpädagogen.
00:22:11: Meine Gruppenpedagogin den Therapeuten die Teamleitung, die mir da begegnen, die finde ich gerade doof oder da passiert etwas was sich für mich nicht richtig anfühlt und wo darf ich das hingeben?
00:22:22: Das ist super wichtig!
00:22:23: Und eben mit diesen...ich sage es jetzt mal Workshops Angeboten, Formaten auch immer.
00:22:29: Für Kinder und Jugendliche kann man eben wie du auch sagst das eben auch altersgerecht trennen weil natürlich erzähle ich einem siebzehnjährigen hier was ganz anderes was seine Rechte sind als eben am fünfjährigen und in einer anderen Art und Weise vor allem vielleicht ein bisschen spielerisch da oder ein bisschen erfahrbarer und spaßiger.
00:22:45: auch das darf ja auch.
00:22:46: also es muss ja auch kein öder Vortrag sein den irgend erwachsener sich wieder überlegt hat sondern einfach auch was spaßiges so dass das irgendwie wirklich verankert wird weil das ist ja oft Ja, ein Zettel und auch einmal gehört zu haben ist eigentlich immer noch nicht erlebt.
00:23:02: Und das ist das was eigentlich immer wieder
00:23:04: sein darf.
00:23:06: Also ich kenne deine Generationen aber ich pass die trotzdem gerne nochmal zusammen.
00:23:10: Stärkung der Kinder- und Jugendlichen eines sehr gewichtigsten vielleicht auch der wichtigste Baustein weil es aus dem Innen herauskommen darf.
00:23:19: Dann hast du gerade gesagt, diese strukturelle Ebene das eben noch mal einzubinden und dann die dritte Säule.
00:23:24: Genau also zur strukturalen Ebene gehören.
00:23:27: dann auch nochmal wie gesagt die Prozesse und Materialien sage ich jetzt mal.
00:23:31: Das kann ja vielfältig sein.
00:23:33: und die dritten Ebene sich würde sie wirklich gar nicht hierarchisieren weil das wirklich gleichgewichtig ist ist Haltung und Führung.
00:23:41: Weil eben Partizipation wie wir zu Anfang schon einmal kurz gesagt haben soviel mit Macht.
00:23:48: mit Ohnmacht, mit Hierarchien zu tun hat.
00:23:52: Mit gesellschaftlichen Themen.
00:23:53: auch die Reinkommen eigenen Prägung das dazu eben gehört.
00:23:56: dann ja reflektieren und Entwicklungsgespräch sage ich jetzt mal mit den Teams anzubieten auch nochmal hinzuschauen gar nicht auf ne?
00:24:06: Das ist aber kacke gelaufen sondern im Sinne von was brauchst du wie bist Du geprägt?
00:24:09: warum hast Du so gehandelt wie Du behandelt hast?
00:24:11: Und wie kann es eben auch anders sein?
00:24:13: weil natürlich gehört zu Ohnen Wie gesagt, ohne macht es ein ganz natürliches Bedürfnis dann in die Handlungssicherheit zu kommen.
00:24:20: Dann kommen oft Impulse, die irgendwie von irgendwo herkommen und dann Handlungssicherheit bieten.
00:24:24: Das habe ich denn vor Handlungsalternativen überhaupt!
00:24:26: Und das eben auch für die Erwachsenen erlebbar zu machen und sich ja auch verletzlich und offen zu zeigen wo's einem auch einfach schwer fällt und warum man da manchmal vielleicht so autoritären Mitteln greift.
00:24:38: Genau dass ist so dieser dritte Punkt diese Dritte Säule mal Haltung und Führung
00:24:44: Total wichtig und ich habe gerade eben noch mal so gedacht, dass Spannende daran ist.
00:24:49: Du hast jetzt gesagt die Gruppen machen das manchmal auch Tag.
00:24:51: wenn wir auf die Flyer gucken und ähnliches im Kinderschutzbereich erlebe ich das auch total oft dass ich so denke es gibt viele Gruppen hier die machen das ganz wundervoll aber es ist halt auch immer ein bisschen Personen gebunden.
00:25:02: Und da so rauszuwollen, ehrlich gesagt ist oft mein Einsatz.
00:25:05: Gar nicht zu sagen dem traue ich es zudem nicht aber zu sagen Ich möchte raus davon dass das erleben von unseren Kindern und Jugendlichen abhängig Von dem einen der ein ist die des total offen schirm hat die das präsent hat die Das vielleicht krisenfest hat die sich ganz viel damit auseinander gesetzt habe sondern dass Es ein grundsatz ist der gilt und den ich abrufen kann in einer guten ruhigen phase und Den ich aber auch abrufen kann in eine hoch stress situation weil Wenn wir über Erlebensrealitäten sprechen, dann bedeutet das in Jugendhilfe auch nicht immer nur ein gutes Angebot machen zu können.
00:25:38: In sich selbst zu ruhen und
00:25:40: parteipädagogisch
00:25:41: wertvoll arbeiten zu können.
00:25:42: Das bedeutet an ganz vielen Stellen auf Realitäten zu gucken Hochstresssituationen zu haben, Krisen zu begleiten.
00:25:51: Die halten zu können auch aushalten zu können und da ist mir total wichtig und deshalb brenne ich vielleicht auch so für meinen Bereich zu sagen hier gibt es ganz viele Menschen Wo ich das weiß, erlebe jeden Tag Neuspüre wie sehr die Themen Kinderschutzpartizipationen Teilhabe auf dem Schirm haben.
00:26:10: Aber es darf nicht personengebunden sein und dann geht es nicht darum, die zu schnell an, die das wunderbar machen sondern das allgemeingültig zu machen und weg auch aus dem Fokus geht um die Personen, die dies tun hin zu dem Fokuss wofür mache ich das?
00:26:23: für die Kinder und Jugendlichen hier?
00:26:25: Und für die darf soll unten stückweit auch muss Egal welcher Person sie begegnen, das Gleiche an Wertschätzung und das gleiche an Schutz- und Beteiligung gelten.
00:26:38: Ich wünsche dass jedem Kind und jedem Jugendlichen der ganzen Welt und gleichzeitig haben wir als Institution ja auch nochmal diese besondere Verantwortung das auch gewährleisten zu wollen und eben auch ein Stück weit so müssen Dass das einfach deshalb unabdingbar ist es auch eben strukturell zu verankern.
00:26:54: Und das andere was ich gerade gedacht habe war jetzt muss ich kurz überlegen Nee, ich komm gar nicht drauf.
00:27:01: Gar nicht schlimm!
00:27:03: Aber dafür sind diese Prozesse so wichtig und dass es diese Stellen gibt und auch immer nochmal wieder sich selber zu reflektieren.
00:27:11: Also in der Arbeit sowohl den Teams bei der Reflektion zu helfen unseren Mitarbeitenden bei der Reflektion zu helpen aber das eben auch selber zu tun.
00:27:21: also ich glaube das ist für unsere Stellen so wichtig sich immer wieder da auch bewusst zu machen, warum tun wir die Dinge?
00:27:27: Warum begegnet uns was.
00:27:29: Also wir hier in unserem Verbund haben den Gedankengang und es immer auch nach dem guten Grund zu fragen.
00:27:36: das ist ein Grundsatz nach dem wir hier auf arbeiten und ich erlebe mich oft dabei mir das selber auch immer wieder bewusst zu machen, zu sagen warum ist es vielleicht für den einen oder anderen nochmal so schwierig Sachen anzunehmen?
00:27:48: Warum gibt es Hindernisse?
00:27:50: und zu überlegen was ist der gute Grund desjenigen um dann noch mal zu gucken wie du es eben gesagt hast nicht zu kommen.
00:27:55: Wie konnte das denn passieren?
00:27:57: Und das gilt für beide Bereiche gleichermaßen sondern eben noch einmal zu gucken und zu sagen okay es ist passiert.
00:28:02: Was brauchst du dafür das anders gestalten zu können?
00:28:06: Ja und ich habe meinen Punkt wieder erfunden.
00:28:11: Heißen soll, es gibt hier nur mehr Arbeit.
00:28:13: So ist noch mehr und irgendwie ein Netzwerk oder einen Flyer.
00:28:17: Und eine Regel sag ich jetzt mal, die man wachten muss.
00:28:20: Es soll auch Arbeitserleichtern am Ende sein.
00:28:23: Es sollte weniger Ohnmacht verursachen.
00:28:25: Das soll einfach etwas mehr Spaß im Alltag bedeuten.
00:28:30: Weil manchmal dann vielleicht ... Was heißt ein Krisenvorbeugen würde ich nicht sagen?
00:28:35: Aber oft auch... Dinge vielleicht auch frühzeitiger und präventiver lösen kann.
00:28:40: Ähm ... Und ja, es ist irgendwie einfach erleichtern, alltags erleichternd sein soll.
00:28:47: Nicht noch mehr so.
00:28:48: Das ist natürlich schon der Grundsatz.
00:28:50: Natürlich bedarf es einer Zeit dafür.
00:28:55: Auch einer inneren Arbeit vielleicht auch.
00:28:58: Gleichzeitig sehe ich die als Lohnenswert für jeden einzelnen in diesem Verbund an.
00:29:03: Ich glaube
00:29:03: auch dass sich das ergibt!
00:29:05: Also wenn wir Prozesse üben, wenn das zu unserer Struktur wird.
00:29:10: Dass wir wissen... also ich kann das immer nur für meinen Bereich sagen, für Kinder-Schutzprozesse beispielsweise wo gehört was hin?
00:29:15: Ein ganz großer Teil der mir immer wieder begegnet ist Dokumentation.
00:29:19: und wie sollen wir das alles schaffen?
00:29:20: Und wir stehen vor großen Herausforderungen und es würde ich im Keimen falsch melden weil der Anteil von Was muss wie verschriftlich sein dokumentiert, Wo gehört das hin?
00:29:29: Wer muss was wissen?
00:29:30: Wo müssen wir aber datenschutztechnisch einfach auch gut aufpassen?
00:29:34: Und wo geht es um Persönlichkeitsrechte unserer Adressaten?
00:29:39: Das ist wirklich eine immense Aufgabe.
00:29:42: Trotzdem glaube ich sehr fest daran, wenn wir diese Prozesse implementieren und wenn das zu unseren Alltagsstrukturen gehört dann wird es erleichtern weil in die Verfahrensabläufe, in Hierarchie-Ebenen, in Prozesse einsteigt und eben nicht für Steifen braucht.
00:30:00: Und weil wir darüber die Möglichkeit haben frühzeitig in Kontakt zu kommen, frühzeitig noch mal zu überlegen was sind unsere Alternativen?
00:30:07: Das ist ein bisschen und damit würde ich gerade auch in Anbetracht der Zeit den Bogen spannen wollen, zu sagen warum beispielsweise auch unsere Stellen so verzahnt miteinander sind weil gelebte Partizipation ein Teil von Kinderschutz einfach ist und wenn das eine gut funktioniert, eine Erleichterung im anderen Teil einfach einsetzen kann.
00:30:24: Weil Wirksamkeit Raum hat, weil Stimmenraum haben, weil wir Handlungsalternativen erarbeiten können, weil Participation und Wirksamheit auch Selbstsicherheit bei Kindern und Jugendlichen bedeutet und weil darüber vielleicht Du hast gerade gesagt, du willst es fast nicht so sagen.
00:30:42: Krisen vermieden werden?
00:30:44: Ich will's eigentlich so sagen!
00:30:45: Weil ich glaube wirklich dass wenn unsere Mitarbeitenden noch mehr Handlungssicherheit und sie machen das großartig wirklich also mir begegnen so viele Teams-Mitarbeitenden die das wirklich gut machen aber wenn die noch handlingssicherer sein dürfen und unsere Kinder und Jugendlichen noch selbst wirksamer sein dürfen Und dass Hand in Hand geht Ingelebte Beziehung dann glaub' ich weniger Kinderschutzprozesse, die in die eskalative Phase kommen.
00:31:13: Absolut!
00:31:14: Ja wir haben ja auch oft das ist echt wirklich ein großer Faktor glaube ich weil wir haben jetzt über die Ohnmacht bei Erwachsenen gesprochen in solchen Situationen aber dürfen mir auch immer wieder die Perspektive eben der Kinder und Jugendlichen annehmen was das für eine Ohne macht oft für sie bedeutet nicht nur diesem Setting blöd gesagt auch manchmal ausgeliefert zu sein sondern auch wie geht's weiter?
00:31:34: Das sind ja auch manchmal so kleine Themen, aber dann wird ein Hilfenplangespräch verschoben.
00:31:38: Die Erwachsene wissen ja, wir machen einen Termin, aber nicht wann oder schlimm.
00:31:43: Jetzt sagt keiner in dem Sinne ... Aber es ist der Tenor und das Kind und der Jugendliche kommen noch um Drehungen.
00:31:51: Und verfällt deswegen eine ganz andere Situation im Krisen.
00:31:54: Das ist früher, ich glaube, das wird schon viel mitgedacht.
00:31:57: Ich möchte das immer wieder betonen!
00:31:59: Es sind Banalitäten, wo man die Perspektiven von den Kindern und Jugendlichen Einfach nicht auf dem Schirm hat.
00:32:05: vielleicht auch für alle anderen Institutionen in diesem Sinne.
00:32:07: Ich will das gar nicht für unsere sogar sagen, aber ich glaube, dass es hier sehr präsent ist.
00:32:11: Aber wie du sagst, es geht dann so ein Fleisch und Blut über, das immer wieder mitzudenken wenn das strukturell verankert ist.
00:32:16: Und also ich bin auch ein großer Fan von Erlebnissen und Veranstaltungen und war so einzelnen Kinderrechte-Tagen und wirklich einen spaßigen Format, das so ein bisschen erlebbar zu machen.
00:32:26: Und gleichzeitig geht's um diese Alltagspraxis am Ende weil das sind die kleinen Momenten, die zu großen werden.
00:32:32: Also der ganze Hilfeplan sich daran orientiert, am Alltag blöd gesagt und deswegen ist es so wichtig dass eben auch im kleinen wie im großen zu denken.
00:32:41: Absolut!
00:32:42: Ich danke dir für die Folge.
00:32:44: ich dank dir für deinen Input.
00:32:47: Wir könnten sicherlich noch sehr lange darüber reden, da gibt es viel zu
00:32:50: sagen.
00:32:51: Sicherlich bleibt auch das eine oder andere vielleicht ungesagt an der Stelle.
00:32:55: Das was wir festgestellt haben dass sind Prozesse.
00:32:57: wer hören und ihr hört uns vielleicht auf nicht das letzte mal also da gibt sich ja nicht auch Anknüpfungspunkte.
00:33:04: Und genau Schön, dass es dich gibt.
00:33:06: Danke, dass du da bist und dass du dich heute hierhin gesetzt
00:33:09: hast.
00:33:09: Vielen Dank für die Einladung!
00:33:11: Sehr gerne und euch vielen dank fürs Zuhören.
00:33:15: Und wie immer gilt wenn ihr Ideen habt, wenn ihr Rückmeldungen habt, Wenn ihr Feedback geben wollt dann sind wir dafür sehr offen.
00:33:21: schreibt in die Kommentare, schreibt uns Mails schaut bei unserem Instagram Account vorbei gebt eine Rückmeltung.
00:33:28: all das ist möglich und ich sage bis dann
00:33:31: viel Dank.
00:33:43: Kinderschutz im Dialog.
00:33:47: Der System verstehe Podcast mit Karsten Schüler und Alexandra Foss.
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