⁠Elternschaft

Shownotes

Wie viel Sicherheit schulden wir unseren Kindern eigentlich?

Elternschaft bedeutet Verantwortung. Jeden Tag. Für Entscheidungen, für Schutz, für Entwicklung und plötzlich für einen Menschen, dessen Gefühle, Erfahrungen und Zukunft einem vielleicht wichtiger sind als die eigenen.

Aber wie fühlt sich diese Verantwortung eigentlich an?

In dieser Folge von „Kinderschutz im Dialog – der Systemversteher-Podcast“ sprechen wir über Elternschaft aus der Perspektive derjenigen, die sie jeden Tag leben. Über Liebe und Stolz, aber auch über Sorge, Überforderung, Zweifel, Schuldgefühle und die manchmal ziemlich große Angst, etwas falsch zu machen.

Wir fragen uns wie viel Sicherheit schulden wir unseren Kindern eigentlich? Und wie viel Sicherheit können wir ihnen überhaupt geben? Denn Eltern können nicht jedes Risiko ausschließen, jede Enttäuschung verhindern und jedes schwierige Gefühl von ihrem Kind fernhalten.

Vielleicht ist genau das auch gar nicht der Auftrag.

Kinder brauchen Erwachsene, die ihre Gefühle nicht verhindern, sondern sie darin begleiten. Die Wut aushalten, Traurigkeit nicht sofort wegmachen müssen, Angst ernst nehmen und Enttäuschungen gemeinsam durchstehen. Und gleichzeitig sind da die Gefühle der Eltern selbst. Was macht es mit mir, wenn mein Kind leidet? Wie halte ich seine Angst aus, wenn sie meine eigene berührt? Wann schütze ich mein Kind – und wann versuche ich vielleicht, mich selbst vor einem unangenehmen Gefühl zu schützen?

Wir sprechen darüber, warum Verantwortung nicht Kontrolle bedeutet und Sicherheit nicht bedeutet, dass nichts passieren darf. Und darüber, dass Elternschaft vielleicht weniger davon lebt, immer die richtige Antwort zu kennen, als davon, Beziehung anzubieten gerade dann, wenn es schwierig wird.

Eine Folge über Elternschaft, Verantwortung und Sicherheiten. Über große Gefühle auf beiden Seiten. Über Zweifel, Vertrauen und die Frage, wie wir Kinder schützen können, ohne ihnen das Leben abzunehmen.

Transkript anzeigen

00:00:04: Kinderschutz im Dialog, der Systemversteher-Podcast mit Carsten Schüler und Alexandra Foss.

00:00:15: Hallo und herzlich willkommen zu kinderschutzim Dialog heute wieder in gewohnter Umgebung quasi.

00:00:22: Hallo Carsten!

00:00:25: Wieder hier zu sein, ehrlich gesagt.

00:00:26: Wir hatten jetzt sechs Wochen Ferien wir waren beide im Wechsel in den Ferien und haben uns lange nicht gesehen.

00:00:31: tatsächlich treffen wir heute auch das erste Mal wieder so richtig aufeinander also auch im echten Leben.

00:00:36: wir begegnen uns gerade nach unserer beider Urlaubszeiten das erste mal wieder auch so in Präsenz und sind wirklich auch miteinander.

00:00:44: Und ich würde wissen wollen wie geht es dir?

00:00:47: Mir geht's gut!

00:00:48: Ich bin wirklich erholt gute Urlaubszeit so und ... Ja, und haben ja tatsächlich auch unsere letzte Folge noch mal angehört.

00:00:57: Ich weiß gar nicht wie es dir geht aber also das was ich denke, wie etwas wirkt und wie's dann wirkt wenn ich's mir hinter anderem ist, ist nicht immer gleich.

00:01:05: Manchmal schon?

00:01:06: Und manchmal aber nicht!

00:01:07: Hier warst du, hier warst ääh ähnlich... Mit

00:01:10: welchem Gefühl bist du rausgegangen?

00:01:11: Ja bewegt irgendwie auch erschrocken war manches auch Aber auch ... anstückbereichert, also so über einen guten Dialog.

00:01:25: Und gleichzeitig aber auch so über vieles was du noch mal so gesagt hast... ...über Kinder in den Sommerferien und über Hunger!

00:01:33: Dass es Kinder gibt die Hungerleiden in den Winterferien so das ist mir sehr nachgegangen und da muss

00:01:41: ich viel nachdenken.

00:01:41: Aber war dir das nicht bewusst?

00:01:42: Ja genau, das ist interessant.

00:01:44: Ich bin ja sozialpolitisch da immer ... total drin in den Sachen.

00:01:49: Aber wenn du das so konkret hörst, irgendwie im Gespräch... ... dass ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll.

00:01:55: Das macht noch mal ein anderes Bewusstsein.

00:01:57: So und ich glaube schon auch, dass ich mich dann auch so abspeisen lasse innerlich vielleicht weil man das auch will, weil man es sonst gar nicht aushält mit so Sachen wie so hohe.

00:02:07: Es gibt doch alles gibt auch Schulspeisungen und also auch in den Sommerferien gibt es Angebote in Schulen.

00:02:13: ja aber nur dann, wenn die Eltern das Kind anmelden und es ihm nicht passiert.

00:02:18: Dann hast du halt Pech gehabt als

00:02:19: Kind.".

00:02:20: Und das sind so Sachen ... Ja ich find schon!

00:02:23: Die haben noch mal echt mehr gearbeitet wie viel eigentlich so Eltern abhängig ist.

00:02:28: Es ist ja gar nicht so dass wir nix haben.

00:02:32: Aber dass immer davon abhängigt ist, wie sich deine Eltern verhalten.

00:02:36: Das finde ich... Da komme ich nicht gut mit zurecht.

00:02:40: Das ist

00:02:40: so krass, ich bin aus dieser Folge rausgegangen und mich hat das inhaltliche Thema bewegt.

00:02:45: gar keine Frage aber weißt du was mich bewegt hat?

00:02:47: Ich bin hier raus gegangen habe eine Freundin hab die angerufen die auch weiß dass wir beide hier immer zusammen Podcast machen Und hab gesagt das Krassest an dem podcast war heute karsten weil der sich so in rasche geredet hat Weil er das so gefühlt hat weil der so drinne war und ich so gedacht habe das hat mich noch mal total bewegt.

00:03:04: ich erlebte oft als Abgeklärt klingt oft böse, aber du hast hier eine Funktion.

00:03:08: Du hast ne Aufgabe!

00:03:10: Du bedienst die auch... Du bist wahnsinnig menschlich in ganz vielen Teilen.

00:03:13: Ich glaube nicht jeder sieht immer alle diese Teile weil das eben was auch mit deiner Funktion zu tun hat und ich bin hier raus gegangen Und du hast mich bewegt quasi Weil ich so gedacht habe Das ist ein Thema was uns anfasst.

00:03:28: Man gerät in so pseudo professionelle Floskeln.

00:03:30: So wie du halt gerade gesagt hast, es gibt Sommerferienprogramme das wir wissen dass alles und das passiert glaube ich um sich selbst am Laufen zu halten in diesem System stattfinden zu können uns seinen Rahmen zu haben Und dann sozusagen also in Anführungsstrichen fast ein bisschen so man fällt so aus der Rolle weil man eben berührt wird.

00:03:48: Das hat mich total begrüht und das ist mir echt auch nochmal nachgelaufen neben dem Thema und dass Ich auch noch mal für mich gedacht habe ach Wie spannend dass ich hier Im Podcast sage man muss noch mal gucken was man auch selber tun kann und wo man unterstützen kann bin ich nach Hause gegangen hab gedacht so.

00:04:03: Jetzt bin ich eine Zeit lang mit meinem Kind im Urlaub Und dann muss ich mal gucken, was tue ich eigentlich für andere?

00:04:07: weil ich kann hier nicht sitzen und sagen man kann übrigens Dinge tun Ja

00:04:12: genau und ich glaube ne weitere Komponente war dass Ich war ja kurz vorher Bei der Verabschiedung meiner Tochter aus der Grundschule so und das ist halt so ein besonderer Moment Und hab's ja begleitet so in diesem besonderen Moment auch und dieses ganze Gefühl von, was das mit so einem Kind macht.

00:04:32: Ja?

00:04:32: Und was es mit ihr auch gemacht hat diesen Abschied zu nehmen von diesen vier Jahren intensiven vier Jahre Grundschule... ...und dann in einen unbekannten Ort demnächst dann zu wechseln.

00:04:43: eigentlich ziemlich sicher bin, es wird gut werden.

00:04:45: Aber das weißt du ja alles vorher noch nicht und also wie aufgeladen das ist?

00:04:49: Also auch das Glück zu haben eine Klassenlehrerin vier Jahre gehabt zu haben aber gleichzeitig heißt dass eben auch da ist ein verlässlicher Mensch vier jahrelang und dann irgendwie das endet dann plötzlich.

00:05:00: Das ist für so einen kleinen Menschen eigentlich echt ein bisschen too much und das begleiten zu dürfen sodass erfüllt dich ... mit totaler Dankbarkeit.

00:05:08: und dann, ich habe das ja in der Folge erzählt.

00:05:11: Darauf ist deine Erzählung dann getroffen dieses Erleben zu haben.

00:05:14: da waren zwei Mäuse die... Da war keiner!

00:05:17: Da waren niemand.

00:05:18: Vielleicht ja auch echt aus guten Gründen, nicht alle Eltern kriegen das hin aber dann müssen die das für sich stemmen.

00:05:25: so und das hat mich echt gekriegt weil ich das erlebt habe und du sitzt da und siehst wie dann alle Eltern klatschen und von ihren Eltern in den Arm genommen werden diese Kinder die dann das Zeugnis bekommen und so und dann sind da zwei bei denen ist es halt nicht so.

00:05:36: der trifft zu persönliches erleben.

00:05:38: dann nochmal auf eine Schilderung von dir wie das eigentlich war jetzt Und wie das so beim Jugendamt so gewesen ist, was du da so erlebt hast und so.

00:05:46: Dann ist es nicht so ja es gibt Kinder die hungern sondern du hast Kinder vor Augen.

00:05:50: Du hast

00:05:51: halt ein Bild von diesen zwei Kindern auf die vielleicht hungern

00:05:53: können?

00:05:54: Genau!

00:05:54: Du hast einen Bild von den Kindern und dann wird das plötzlich konkret so.

00:05:58: und dann hast du eine konkrete Idee von wie ist es abends ins Bett zu gehen und eigentlich noch Hunger zu haben.

00:06:04: Das ist ja nicht nur nichts zu essen zu kriegen, sondern auch niemanden zu haben der danach fragt ... niemand zu haben und sagen, der sagt...

00:06:10: Das versorgt werden.

00:06:11: Also auch das Immunzinelle versorgt wird.

00:06:13: Na klar!

00:06:13: Es gibt jemanden, der hat ein Bewusstsein dafür dass ich gerade leide.

00:06:16: Ja oder der genau.

00:06:18: Und der eigentlich ja im besten Fall ... ... der dafür sorgt, dass sich genug esse manchmal vielleicht mich sogar nervt damit und sagt ... ..."Tin ist

00:06:26: was.".

00:06:27: Und dann auch noch was gesundenes Mensch.

00:06:30: Und sich das dann immer wieder in sein eigenes Bewusstseins zu holen.

00:06:34: Was das für viele Kinder bedeutet.

00:06:36: Ich finde es spannend, dass du gerade quasi darauf geguckt hast was bedeutet das für dein Kind?

00:06:39: Was den Schulwechsel macht?

00:06:40: und ich mich gefragt habe du sagst Das ist so herausfordernd das macht auch etwas mit einem.

00:06:45: Ich würde voll gern gucken was macht das denn mit dir als Elternteil?

00:06:48: weil also sowas zu begleiten?

00:06:50: Ja das ist ein großes geschenk.

00:06:51: wir erleben unsere kinder als Geschenke.

00:06:53: Wir sind froh und stolz drum dass wir sie haben.

00:06:55: das würde ich mal voraussetzen.

00:06:57: Trotzdem frage ich mich Also ob elternschaft immer ein geschenkt ist oder ob das auch eine Herausforderung ist Und hab gerade gedacht, vier Jahre das Begleiten mit einer verlässlichen Komponente in Form Klassenlehrerinnen selber da war auch am Start zu sein.

00:07:11: Total gut und trotzdem ist es ja also offensichtlich Deal an dem Tag schwer gefallen.

00:07:17: Also hat ja was mit dir gemacht.

00:07:18: wir haben uns hier getroffen Wir haben zusammengesessen haben angefangen den Podcast aufzunehmen ... habe sehr deutlich gemerkt, wir haben in der Vorbesprechung gab's so okay.

00:07:25: Lass uns nicht zu sehr da rein einsteigen weil da ist auch noch Gefühl und das ist ja... ...auch nicht immer nur ach das war jetzt einfach sondern Elternschaft ist auch schwer irgendwie.

00:07:35: Erst mal großartig rüber gelangst zu unserem... Elternchaft?

00:07:41: Das haben wir uns heute wirklich mal vorgenommen.

00:07:43: Überleitungsquie

00:07:44: nennt man mich auch.

00:07:47: Darüber mal zu sprechen über diesen professionellen Tellerrand hinaus ... mal wirklich darüber zu sprechen, wie geht's einem damit eigentlich?

00:07:55: Und das ist vielleicht ja auch das allererste übrigens.

00:07:59: Das Vieles was du professionell so in der Lage bist... Ich will nicht sagen abzuarbeiten darf habe ich mein Job als Pädagoge.

00:08:05: Wie sie sehr mit Herzblut gemacht.

00:08:07: aber was du als Pädagoge so hinkriegst,... ...das heißt ja nichts zwingt dass du das auch Zuhause so hin kriegst.

00:08:13: also das ist ja auch eine Binsenweisheit.

00:08:16: und auf die konkrete Frage.

00:08:18: Hm ich würde sagen dass es eher eine Stärke von Eltern ist, auch mitfühlen zu können.

00:08:28: Weil ich finde das ist noch ein bisschen mehr als Empathie wirklich auch mit fühlen zu kann und zu merken Boah!

00:08:35: Das ist gerade krass was das für dich bedeutet nach vier Jahren Bindung und Beziehung?

00:08:39: Und das ist ja ein Geschenk ne?

00:08:40: Das ist ja auch nicht überall so.

00:08:41: übrigens Ich war froh da nicht mehr den Grundschullehrer zu haben wie ich hatte.

00:08:48: Aber wenn es anders ist, so dann das loszulassen und in eine neue Schule zu gehen.

00:08:54: Das heißt ja eigentlich... Wenn was mit dir macht und wenn dich das traurig auch macht, wenn du diese Angst spürst und diese Abschiedstrauer auch spüren kannst ... Dann hast du dich reinversetzt!

00:09:06: In deinem Fall in deine Tochter.

00:09:07: Darum geht's finde ich ganz oft auch sich rein versetzen zu wollen als Erwachsener Und nicht zu sagen Ja hey, das ist ja normal Man schließt die Grundschulabend, geht man in die weiterführende Schule.

00:09:18: So ist das noch mal rational gesehen.

00:09:20: Stimmt das ja!

00:09:21: Aber das heißt eben sich nicht auf das Erleben eines Kindes einzulassen.

00:09:25: und ich glaube dass es Kinder natürlich aus hilft sich einzulassen...

00:09:30: Wenn Erwachsene sich einlassen?

00:09:31: Ja

00:09:31: wenn Erwachsen sich ein lassen und wenn Erwachsenen mit fühlen und dann vielleicht Erwachssene in der Lage sind dem eine Sprache zu geben.

00:09:40: Und ich glaube das ist vielleicht auch ein häufiger Punkt der dann hilft, also darüber dann auch sprechen zu können.

00:09:47: Und ich finde da geht ja so ein Herr einerseits ... ein eigenes Gefühl zu haben und andererseits einem Kind auch zu sagen weiß du was?

00:09:54: Total okay dass du gerade total traurig bist!

00:09:56: Und nicht zu sagen Boah da gibt es aber andere die müssen viel viel schlimmer Dinge erleiden.

00:10:00: soll ich dir mal erzählen was ich bei der Arbeit erlebe.

00:10:02: Nee in dem Moment ist das traurige und das ernst zu nehmen Das is mein Job als Papa.

00:10:07: Wenn ich jetzt darauf gucke wie sich das für dich anfühlt würdest du sagen Du machst das gerne.

00:10:13: Also ich weiß, das ist meine Funktion und das ist mein Aufgab als Elternteil.

00:10:17: Und trotzdem gibt es ja vielleicht Dinge die ich gerne mache weil ich sie gut kann und es gibt Dinge... ...die sind mir schwer oder die sind mir unbequem.

00:10:23: Ich tue sie dann trotzdem vielleicht, weil ich würde dich auch so einschätzen dass im besten Wissen und Gewissen für meinen Kind tour und auch sage Emotionen begleiten beispielsweise uns alle Arten von Emotion.

00:10:35: also wir sind noch nicht im Altersbereich Grundschule.

00:10:39: da gibt es noch sehr viele große und kleine Gefühle, die noch nicht alle einen Namen haben und die zu begleiten ist an vielen Stellen auch eine wirklich große Herausforderung.

00:10:49: Und ich tue das weil ich das wichtig finde für mein Kind.

00:10:51: Ich tue es aber nicht, weil meine liebste Aufgabe ist in einem Wutanfall zu begleiten und eine große Frustration zu begleichen.

00:10:58: und ich denke Mensch Das habe ich heute richtig gebraucht.

00:11:02: Das mache ich am allerliebsten am Eltern sein, sondern ich weiß dass es sinnhaft ist das es richtig und meinem Kind Raum und Rahmen zu geben und Sprache für genau diese Gefühle damit es irgendwann ein erwachsener Mensch werden kann der übrigens seine Gefühlle benennen kann weil ich hoffe mein kind zu begleiten Dinge anders vielleicht auch zu machen und zu fühlen, andere Kompetenzen zu haben als ich sie mir als Erwachsener arbeiten musste.

00:11:27: Also wenn ich auf mich ganz persönlich schaue dann glaube ich habe mir vielleicht an der einen oder anderen Stelle Worte für Dinge gefehlt Und ich musste das als Erwachsener lernen und ich hoffe dass ich mein Kind dabei begleiten kann Dass sie das vorher lernt und nichtsdestotrotz gehört es nicht zu meinen Lieblingsaufgaben also draußen So, am besten noch mit Öffentlichkeit und Bühne so großen Gefühlen eine Begleitung zu geben.

00:11:51: Das ist nicht mein schönster Teil an Eltern schafft.

00:11:55: Naja, das ist vielleicht ein Wudeanfall.

00:11:56: nochmal was anderes als Traurigkeit?

00:11:59: Also bei der Traurigkeitswürdig definitiv sagen doch ich mag dass weil das auch verbindet, also ich mag jetzt nicht traurig sein.

00:12:06: Ein Gefühl ist da was da ist und wenn ein Gefühl da ist das mitzufühlen und darüber ins Gespräch zu kommen, das ist doch großartig.

00:12:14: Weil

00:12:14: du kompetenter Sachprofi bist?

00:12:17: Ach nee damit hat es wenig zu tun und dafür läuft es auch viel zu intuitiv ab!

00:12:20: Also ich denke dann nicht viel darüber nach sondern... Also ich spür das, ich fühle es und dann gehen wir darüber in den Austausch.

00:12:26: Aber wo ziehst du denn da die Grenze?

00:12:28: Weil das würde ja bedeuten wenn du sagst, ich denk da nicht viel drüber nach, du schwingst immer mit.

00:12:32: Im Nachgang kann ich dir sagen was ich mache ist ja diese Form von Mothering.

00:12:35: also man benimmt bestimmte Dinge wahr und man benennt sie...also vielleicht zur Erklärung so Mothering ist im Nicht-Spiegel.

00:12:41: Ja also Säugling brüllt.

00:12:44: Spiegel würde ja bedeutet nicht Brüll zurück.

00:12:46: Das is'n Nicht-Mothering sondern Säuchlingen brüllt und ich sage Ui!

00:12:50: Da bist du aber ganz traurig oder?

00:12:56: Das ist ja sozusagen das Benennen von dem, was dir da begegnet.

00:12:58: Das ist der klassische Ansatz vom Mothering.

00:13:01: Da würde ich schon sagen vielleicht liegt es auch daran, dass mittlerweile das dritte Kind ist so und dann ein bisschen Erfahrung auch da ist aber... Aber das ist natürlicher Prozess geworden.

00:13:08: also Dinge nicht zu beurteilen um mich nicht zu fragen wie logisch ist das oder wie unlogisch ist es sondern einfach das zu fühlen und dem vielleicht dann Worte geben zu können, um darüber ins Gespräch zu gehen.

00:13:19: Und also ich finde es klappt auch erstaunlich gut übrigens auch bei Wut!

00:13:22: Ich glaube dass das wichtigste und wirklich entscheidende ist ernstzunehmen was an Gefühl da ist.

00:13:29: Also nicht zu sagen vorwürdig weil das Sanhuta alle isst weinst du jetzt echt jetzt woanders hungern die Kinder?

00:13:39: ja sondern Da ist jemand gerade traurig.

00:13:43: Und dann nehme ich diese Traurigkeit ernst, ja?

00:13:46: Und diese Trauerigkeit ernst zu nehmen.

00:13:48: Dann erschließt sich oft relativ schnell was dahinter steckt.

00:13:50: so nicht alles, was in deiner Welt groß ist, ist in der Welt des Kindes groß und nicht alles was in der ... Welt des kindesgroß ist es in Deiner Welt automatisch groß.

00:14:00: aber wenn Du dein Kind ernst sind und wenn du nah dran bist gefühlsmäßig dann spürst Du die Größe plötzlich so.

00:14:08: Das finde ich schaffende Verbundenheit, die erlebe ich als was Schönes.

00:14:11: Aber klar ist es auch einfach natürlich gerade bei wenn du Bühne hast und eigenen Charme hast und ähnliches.

00:14:18: ja sicher ist das auch nicht also dass er auch nicht nur nett im Supermarkt ein guter Anfall zu begleiten.

00:14:23: Andererseits wenn dann die Mühe gibt's den zu begleichen glaube ich dass ganz viele Menschen herum stehen und sagen ja okay jetzt auch

00:14:29: Ich hatte tatsächlich mal die Situation, dass an der Stelle kurz aus dem Nähkästchen ohne da irgendwie auch die Privatsphäre meines Kindes zu setz zu tuschieren.

00:14:37: Dass mir nach einer doch auch intensiveren Situation dann eine Mutter auf die Schulter geklopft hat und meinte, gut gemacht!

00:14:47: Und das war wirklich auch ein schöner Moment, ehrlich gesagt.

00:14:50: Weil das waren wir mit sehr viel Mühe verbunden, mich einzulassen und all diese Dinge die im Kompetenzbereich des Erwachsener liegen... ...und dann noch mal tatsächlich auch gesehen zu werden, ehrlich gesagt.

00:15:01: Das war ein ganz berührender Moment.

00:15:03: Aber

00:15:03: vielleicht machen wir das auch so selten.

00:15:05: Manche meinen auch eine Rückmeldung zu geben, auch wenn man die gar nicht kennt.

00:15:08: Ja, vielleicht.

00:15:09: Dass man einfach mal merkt ja also wie sind ja heute eh viel zu individualisiert unterwegs?

00:15:16: Buch, glaube ich von Hillary Clinton damals.

00:15:19: It Takes a Village to Educate a Child.

00:15:21: Ja, wäre schön.

00:15:22: Aber wo ist das noch so?

00:15:24: Da hast du deine kleine Dreizimmerwohnung und siehst zu wie du damit zurechtkommst.

00:15:27: ich glaube dass es etwas ist was uns fehlt als Eltern häufig dieser Austausch auch.

00:15:32: Dieser offene Austauschen sehr unmittelbarer aus und nochmal zu merken hey das was mir schwerfällt übrigens jemand anders auch schwer.

00:15:38: Ah schön hilft schon mal beim Durchatmen oder vielleicht auch was mir Schwerfeldes kriegt jemand anderes Spielen hin.

00:15:44: aber wie macht der das eigentlich so?

00:15:46: beides hilft weißt du es gibt ja mal diese... und die sind ja auch manchmal ein bisschen pathetisch, aber meine Große ist jetzt neunzehn.

00:15:56: Und dann hast du halt natürlich ... Da liegt einfach

00:15:58: eine ganze Welt zwischendurch?

00:15:59: Ja, da liegt keine ganze Welt dazwischen!

00:16:01: Und gleichzeitig ist es eben auch so dass du dieses... Es gibt Dinge, die wirst du irgendwann mal vermissen.

00:16:06: Also manchmal vielleicht auch Dinge, dir jetzt tierisch auf den Kicks gehen.

00:16:09: Die wirst Du irgendwann vermissen!

00:16:11: Spielst du an auf dieses, du weißt nicht wann das letzte Mal war?

00:16:14: Aber ich finde, das ist wirklich was.

00:16:16: Interessant.

00:16:16: Wann ist das letzte Mal, dass du deinen Kind auf dem Arm hattest?

00:16:21: Ich bin froh, dass ich das nicht vorher weiß.

00:16:23: Obwohl ich seit neunzehn Jahren Kinder durch die Lied trage ... Das sind so Sachen, wo ich denke, das ist eben auch Leben und das ist auch Alltag.

00:16:32: Und mittlerweile bin ich ganz oft an dem Punkt vielleicht auch deswegen weil ich eine Zeit lang sehr viel weg war und im Nachgang würde ich sagen zu viel weg.

00:16:41: ... eine ganze Zeit auch ... ... vierhundert Kilometer weggearbeitet von meinem ... ... Wohnort, also wir haben in Hamburg gelebt und ich habe in Erfurt... ... gearbeitet.

00:16:51: Und das war zu... Bist

00:16:51: du gependelt?

00:16:52: Ja,

00:16:53: ich bin immer am Montags losgefahren ... ... und bin dann aus der Nacht zurück gefahren.

00:16:57: Und hab da natürlich versucht von ... ... ja Freitas Morgens bis Montags das wieder gutzumachen was ich ... ... in einer Woche einen Lücken gerissen habe.

00:17:05: Das funktioniert natürlich nicht gut!

00:17:07: wieder gut zu machen.

00:17:08: Ich finde ganz spannend, dass du das Wort benutzt hast und nicht gesagt hast die Zeit zu füllen und zu gestalten sondern wirklich wieder gutzumachen.

00:17:14: Hast Du versucht dann in des Wochenende mehr reinzustecken als es geht?

00:17:18: Ja ich

00:17:18: habe versucht zu kompensieren so glaube ich schon.

00:17:20: Wie kompensert man Abwesenheit?

00:17:21: Das

00:17:22: kannst du nicht kompensen!

00:17:23: Das ist ja der Punkt, das funktioniert eben nicht.

00:17:25: also das ist wirklich etwas wo ich sagen würde das ist für mich auch eine Lernerfahrung gewesen die teilweise auch schmerzhaft war zum merken Das kannst du nicht kompensieren, also du bist nicht da gewesen.

00:17:37: Also das ist der Teil, der auch Wegetat hat, dass das Schmerzhaft zu merken irgendwann.

00:17:44: und ich glaube was ich wirklich gelernt habe daraus ist wie wertvoll Zeit.

00:17:49: es gibt immer wieder Momente wo ich ein Kind im Arm hab oder beide oder manchmal alle drei und denke lasst diesen Moment nie vorbeigehen und ich eigentlich nicht möchte dass dieser moment vorbei geht aber er geht halt vorbei.

00:18:02: Dieser kleine Altersmoment ist für mich ein kostbarer Moment.

00:18:05: Auch der Moment ins Bett zu gehen und auch im Moment, wo ich kann nicht schlafen und zum dritten Mal und so ... Aber auch das ist endlich!

00:18:16: Und das als Kostpaar zu nehmen und zu sagen, dass es das Leben was jetzt gerade passiert und wenn du das begreifst dann ist es so unendlich bereichernd und kostbar und schön.

00:18:26: Da hab ich selten Momente, wo ich damit hadere.

00:18:31: Hat

00:18:31: das Angst, dass deine Kinder dir Abwesenheit vorwerfen?

00:18:35: Das ist nix, wo du theoretisch drüber nachdenkst.

00:18:39: Das geschieht ja oder nicht.

00:18:42: Es ist zum Glück nicht geschehen.

00:18:44: Trotzdem ist es so ... Wenn du wegfährst und dein Kind weint, dann macht es dir keinen Vorwurf.

00:18:52: Aber du spürst, was du da gerade tust.

00:18:55: Und das ist nicht schön!

00:18:56: Das sind eben auch die Momente, die dazu geführt haben, dass ich gesagt habe dieses Lebensmodell ist definitiv endlich.

00:19:02: Also dieses Lebens-Modell möchte ich auf jeden Fall beenden.

00:19:06: Jetzt

00:19:06: hast du aber ja eine Tochter in einer Alterskategorie, du hast gerade gesagt, neunzehn, die ja schon auch in der Lage ist... einen Rückblick quasi inzwischen zu werfen und vielleicht zu sagen, boah Papa das fand ich richtig blöd von dir.

00:19:18: Hast du Angst dass das irgendwann kommt?

00:19:20: Und dir dein Kind beispielsweise sagen würde Papa da hast du übrigens was verpasst und es war nicht blöd.

00:19:25: Da muss ich nicht drauf warten, sondern sind wir sehr sehr dauernd eigentlich im Kontakt und dauerend im Gespräch und so... Alle drei sind zu sehr selbstbewussten Menschen erzogen worden.

00:19:36: Und alle drei Sachen, sehr unverblümt was ihnen gefällt und was ihnen nicht gefällt.

00:19:41: Also auch das ist ja ein Geschenk über bestimmte Dinge offen reden zu können weil dann sind sie besprechbar.

00:19:46: Gibt es Sachen die wo es keine Gesprächserlaubnis bei euch gab?

00:19:50: Gibt's Sachen wo du sagst boah das kann ich meinen Kindern nicht zumuten weil das bedeutet ja auch Eltern schaft in diese Abwägung zu gehen.

00:19:56: Was können Sie aushalten?

00:19:59: Was müssen Kinder Ein Stück weit vielleicht auch aushalten, weil das Leben manchmal so spielt.

00:20:03: Gibt es Sachen die du nicht erzählt hast?

00:20:05: Also ich würde das so beantworten... Ich glaube dass es Dinge gibt, die gehören zwischen Erwachsenen und die gehören nicht auf die Kinderebene.

00:20:18: Weil sonst die große Gefahr ist, dass du die Kinderebene auf die erwachsene Ebene hebst.

00:20:26: Parantifizierung heißt das ja einfach!

00:20:28: Fachkreisen.

00:20:30: Und das ist ja nicht ungefährlich so und ich bin sehr klar daran zu sagen, Erwachsene haben Dinge zu besprechen die Erwachsenen zu besprechen haben und es hilft auch manchmal Dinge konträr zu besprochen untereinander und dass sind Dinge die gehen kinderschlicht untergreifen auch nichts an nicht im Sinne von ... Verbot, sondern im Sinne von Verantwortlichkeit.

00:20:50: Da sind Erwachsene verantwortlich bei dem noch mal und das haben die miteinander zu klären.

00:20:54: Dadurch sagen sie Grenze.

00:20:55: Auch

00:20:55: wenn Kinder von der Auswirkung aktiv betroffen sind?

00:20:58: Naja

00:20:58: es ist ja immer die Frage worum's geht.

00:21:01: also wenn es darum geht dass Erwachsenen etwas untereinander zu klaren haben wir müssen Erwachsene das untereinander klären.

00:21:07: Also das heißt ausdrücklich nicht das Abschneiden von Beteiligungen Also darum geht es ja überhaupt nicht, sondern es gibt manchmal Themen die gehören zwischen Erwachsenen.

00:21:15: Und manchmal musste sie erst mal auch untereinander klären also manchmal muss das erstmal mit ihr selber klären oder... Also um überhaupt mal ein Bild zu kriegen so und dann musst du's vielleicht untereinander klären und so.

00:21:26: Da werden Kinder finde ich manchmal vielleicht auch bisschen zu häufig.

00:21:29: wie kleine Erwachsene behandelte sind sie immer nicht.

00:21:32: Ich nutze dich gerade ehrlich gesagt ein bisschen aus weil ich mit einem Thema bei mir harter Und ich die Fragen stelle und gefühlt es für eine Eigenberatung nutze.

00:21:42: Ein Hoch auf diesen Podcast, ich habe so ein Glück dass ich das machen kann!

00:21:47: Es gibt eine Situation bei mir wo ich vor herausfordernden Fragen stehe und überlege wie viel Teil Kinder haben sollten oder wie ich unter diesem Aspekt meine Elternschaft gestalte.

00:22:03: Deshalb war mir das Thema wichtig Und bin nämlich genau mit dieser Frage im Zwiespalt.

00:22:08: Wie viel Informationen?

00:22:10: Wo ist das Schutz, dass Kinder Bescheid wissen und wo ist das Überforderung?

00:22:14: Wo gehört das dazu?

00:22:15: Deshalb habe ich gerade so gefragt, wenn es aktiv Einfluss auf das Leben der Kinder hat.

00:22:19: Und ich grade mich genau mit diesem Thema beschäftige wieviel müssen und sollen und dürfen Kinder wissen, wofür können sie halten und ertragen?

00:22:28: Es ist als Elternteil meine Verantwortung eine dauerhafte Fassade beispielsweise zu gehen, ein Erleben aufrechtzuerhalten um Schutz sicherzustellen weil es eben eine Thematik beispielsweise ist die für mich ganz persönlich auch herausfordernd ist in der ich vielleicht mit mir noch nicht so klar bin ehrlich gesagt um sie dann vertreten zu können.

00:22:50: Mir erscheint eine klare Antwort.

00:22:52: Ich denke, boah ist das jetzt zu einfach und zu vereinfacht.

00:22:57: Aber manchmal mag ich es auch, Dinge ein bisschen einfacher zu machen, weil ... Die

00:23:00: gern eine einfache Antwort haben nämlich noch keine.

00:23:02: Nein, weil das bringt Dinge vielleicht auf den Punkt.

00:23:05: Ich würde immer sagen also wenn es einen Thema gibt zwischen zwei erwachsenen Menschen ja?

00:23:13: Dann gehört das zwischen diese zwei erwachsenden Menschen dann holt man da nicht nur ein Kind mit rein.

00:23:17: Also Punkt!

00:23:18: Da bin ich sehr klar so.

00:23:20: Ansonsten glaube ich tatsächlich, dass Kinder viel mehr verstehen und wie soll ich das sagen?

00:23:29: Dinge in ihrer Welt sich begreifbar machen als wir Erwachsene des zu glauben.

00:23:36: Ich glaube Kinder sind also nicht alle.

00:23:39: gehen wir mal von einer guten Entwicklung und von einem von der guten Begleitung bisher aus so dann sind Kinder viel resilienter als wird es oft so glauben.

00:23:48: Kinder ordnen auch Themen ... in ihrer Welt ein.

00:23:52: Im Zweifel würde ich sagen, ist es eine gute Idee sensibel?

00:23:55: Ja!

00:23:56: Vorsichtig ja, achtsam ja mit dem Kind im Gespräch zu sein... ... weil das wissen wir nicht nur als Eltern,... ... das wissen auch als Profis im Erziehungsalter.

00:24:05: Kinder haben eine Million Antennen,... ... die du nicht mal ernst und die spüren eben was Phase ist so.

00:24:12: Und dann spülen sie eine Indifferenz zwischen dem was sich spünen und dem was gesagt wird.

00:24:17: Das glaube ich ist nicht so die... Beste Idee, sondern dann ist es glaube ich gut.

00:24:21: Dann ins Gespräch auch zu gehen.

00:24:23: Muss der Transparenz halber oder möchte der Transparent halber sagen dass sich an der Stelle kurz schlucken musste weil sich natürlich immer die Frage stellt wie viel kriegen Kinder mit und verunsichert das mehr wenn es eben nicht geraumt ist begleitet ist von Wissen und Fakten.

00:24:39: Und es so eine Gedankenblase gibt, die Kinder- und Jugendliche sich selber striken können oder sich dann selbst stricken in vielleicht auch der Idee Lösungsansätze für das Erlebte des wahrgenommenen zu finden, die unsicherer machen.

00:24:53: Trotzdem glaube ich, dass dies eine große Herausforderung in Eltern schafft.

00:24:57: Das sind die Momente... Wie gesagt, befinde mich gerade in der Situation über solche Sachen nachzudenken.

00:25:03: Die Momente wo ich manchmal denke, ich wünschte mir ist gäbe einen Katalog

00:25:06: oder und das will ich wird auch oft unterschätzt Es gibt einfach noch mal eine zusätzliche Begleitung.

00:25:12: also Ich glaube wir müssen auch nicht immer alles selber schaffen.

00:25:15: Also dass es geht ja auch darum sich selbst nicht zu überfordern.

00:25:19: es gibt situationen die sind schwierig Und dann hilft es manchmal einfach auch ... mit bestimmten Dingen auch nicht alleine zu bleiben.

00:25:26: Und es können Freunde sein, das können keine Ahnung ... ... Verwandte sein oder so.

00:25:31: aber... Aber nicht immer zu denken ich muss das weil das mein Kind ist.

00:25:34: Ich musste jetzt alles allein lösen und so sondern da hilft manchmal einfach auch die Perspektive von außen dass man sich unterhält.

00:25:40: Machst du ja auch gerade?

00:25:43: Aber vielleicht auch dass man in der Interaktion auch mit jemandem gemeinsam dann auch ist.

00:25:47: Und übrigens ich glaube auch, dass Kinder andere Informationen benötigen als vier.

00:25:56: Also du hast von Fakt, welche Fakten und so ne?

00:26:00: Ich glaube also wenn man in so einem offenen Prozess ist dann merkt man irgendwann plötzlich welche Fragen Kinder stellen was denen eigentlich wichtig ist.

00:26:07: das sind manchmal andere Dinger als die mir zum Beispiel wichtig wären wenn wir jetzt uns irgendwas unterhalten würden.

00:26:12: da würde ich bestimmte Dinge auch erst mal abfragen Und das ist ja bei Kindern ganz anders.

00:26:18: Da entstehen ganz andere Fragen und ich glaube diese Frage anzunehmen, um darauf einzugehen... Das ist wichtig!

00:26:23: Und das heißt nicht, dass man dann alle acht Fakten die man selber für sich noch irgendwie relevant hält den zu verfügen stellen muss.

00:26:31: Wenn man das nicht tut, dann hintergeht man die.

00:26:33: Das würde ich überhaupt nicht so sehen sondern deren Fragen ernst zu nehmen und mit dem zu gehen und da ehrlich zu sein... Also wird ich glauben, um Gottes Willen nicht wissen aber würde ich glauben ... ist wahrscheinlich eine ganz gute Erfahrt, dem zu folgen.

00:26:48: Ich habe gerade eben noch mal kurz darüber nachgedacht während du gesprochen hast... ... es braucht ein Dorf und einen Kind zu erziehen und dass ich jetzt grade nochmal sehr deutlich merke wie froh ich um mein Dorf bin was total greift und wahnsinnig gut funktioniert und nochmal spülbar wird und das ich so gedacht hab.

00:27:07: gleichzeitig fühle ich eine große Verantwortlichkeit zu sagen, so ein Dorf zu bauen und das am Leben zu halten.

00:27:17: So wohl für mich als auch eben die kleinen und großen Menschen, die vielleicht an mir dran sind um mich herum sind.

00:27:23: Auch eine hohe Verantwortung ist irgendwie einen Kosmos zu erschaffen der vielleicht auch unabhängig von Eltern funktioniert.

00:27:31: also wir sprechen total oft darüber als wir über einen Obhutname beispielsweise im ersten Folgen gesprochen haben wie gravierend dieser Einschnitt Und wie gesagt, in letzter Zeit öfter darüber nachdenken musste.

00:27:44: Wie funktioniert denn so ein Dorf?

00:27:45: Also was braucht es denn?

00:27:47: Was muss man dann anlegen?

00:27:49: Wie groß sind solche Einschnitte?

00:27:51: und ich glaube dass das gar nicht so leicht ist und dass Eltern schafft und Eltern sein einem auch ganz schön viel abverlangt Also mal ab von dem eigenen Erleben eben auch noch für jemand anders in Verantwortung zu stehen.

00:28:04: Und dass es diese zwei Komponenten gibt, nämlich wie ich selber die Beziehung und Bindung gestalte aber was ich eben auch im Außen für meine Kinder, meine Familienangehörigen also alle möglichen Menschen leben in verschiedenen Konstellationen so... Für die Schaffe!

00:28:21: Würdest du sagen du hattest zu jeder Zeit ein Dorf eine Konstellationsrum herum die tragfähig war?

00:28:27: Für dich immer der Schlüssel?

00:28:30: Hätte mehr sein können, glaube ich.

00:28:31: Also wir sind früh weggezogen aus dem Stacklight-Shut, in den ich damals gewohnt habe und auch meine Eltern haben.

00:28:45: Das war damals Hamburg erst mal auf dich gestellt so.

00:28:49: Das ist schon, wenn du dann andere siehst, wo am besten noch zwei Großelternteile um die Ecke sind.

00:28:54: Ja das ist eine andere Welt und es ist eine entspanntere Welt übrigens auch ne Welt wo du dir vielleicht auch als Paar nochmal ganz anders begegnen kannst weil da andere Menschen sind, die ja auch mal was abnehmen können.

00:29:04: Nee würde ich sagen hatte ich nicht ausreichend.

00:29:06: Übrigens

00:29:06: auch als einzelne Menschen mit sich selbst?

00:29:08: Absolut

00:29:09: natürlich!

00:29:10: Da ist ja dein Leben was Du gestaltest wie Du's gestaltes so, aber dass ist dann eben der Preis den du zahlst wenn du sagst ich geb jetzt karrieremäßig Gas ... gehen in die nächste Großstadt und so.

00:29:20: Und das würde ich auch, also im Nachhinein alles gar nicht missen.

00:29:23: Das war auch... Also ich finde es bringt ja immer nix damit zu hardern.

00:29:27: aber das sind schon Momente wo du merkst, dass geht Leuten anders, die jetzt was ich viele Verwandte drum herum haben.

00:29:34: Dann gibt's noch etwas anderes.

00:29:35: dann bin ich mit der Frau Meinler-Kindler im Auto.

00:29:39: Wir fahren zusammen weil wir als Paar mal was machen und dann stellst du dir plötzlich die Freibass eigentlich wenn uns beiden jetzt was passiert?

00:29:47: Und dann bist du an einem ganz anderen Punkt.

00:29:49: Dann stellst du dir die Frage und jetzt, was würdest du dir eigentlich wünschen?

00:29:56: Du merkst eine Schwere dich damit zu beschäftigen zu wollen.

00:29:58: Gleichzeitig merkst du aber es schon nicht so doof darüber nachzudenken.

00:30:04: Spätestens, was auch interessant ist für dich, fängst du über andere Menschen nachzudenken, die in deinem Kosmos rumschwirren.

00:30:14: Dann fallen dir manche ein, die sind sehr naheliegend ... ... was sich geschwistert oder so, mein Bruder oder so.

00:30:20: Und dann gibt es aber andere Menschen die in deinem Freundes-Kosmos rumschüren und wo du merkst... Boah!

00:30:25: Die begleitet mich jetzt schon sehr lange in meinem Leben ... ... und traue ich wahnsinnig viel zu.

00:30:32: Das ist auch ein schönes Gefühl.

00:30:33: Da gibt's auch dann warme Gefühle, wo du denkst an bestimmte Menschen, wo ich sofort sagen würde… Da hättens meine Kinder gut.

00:30:44: Und das dann auch zu spüren und wie Englern Bindungen plötzlich geworden sind, ist extrem wichtig.

00:30:51: Eltern sein bedeutet eben auch vorauszudenken.

00:30:53: Also sich im Zweifel im Auto die Frage zu stellen was es jetzt uns beiden passiert?

00:30:59: Das hat auch was mit Vorsorge und Versorgung zu tun.

00:31:01: Also wie gut sind meine Kinder?

00:31:04: Ist mein Kind eigentlich abgesichert von natürlich sehr weitreichenden Dingen, wie Versicherung, Geld all diesen Dingen aber eben auch ganz basalen Dingen nämlich wo lebt es, wer ist eine emotionale Komponente?

00:31:16: Und da ist auch Verwandtschaft ja nicht gleich immer der der Ängste Bezug.

00:31:19: das kann total so sein.

00:31:20: du hast gerade gesagt ne beispielsweise denkt man an etwas naheliegendes den eigenen Bruder vielleicht Gleichzeitig, also ich schätze mich unendlich dankbar dafür ein Umfeld zu haben Bezüge zu haben.

00:31:33: Ein Dorf zu haben in dem ich meinen Kind sicher weiß und dass das eben auch ein Teil von Versorgung und Eltern schafft sich damit auseinanderzusetzen Und der ist sicherlich nicht der schönste ehrlich gesagt

00:31:45: absolut nicht.

00:31:45: und gleichzeitig wenn man Schritt einen kleinen Schritt zurückgeht und jetzt gar nicht in dieses extrem geht wenn man selber nicht mehr da wäre oder so, sondern an einen Schritt zurück ist.

00:31:55: Dann finde ich das auch manchmal ganz interessant und total entlasten, wenn du dann so merkst es gibt Menschen in meinem Leben die geben meinen Kindern etwas was ich ihnen nicht so gut geben kann.

00:32:06: Da ist für mich total toll Bruce ein Familieweber also das würde ich mal sagen die haben uns sozusagen unseren Kinder eine Zeit was mitgegeben Das habe ich gerade in einer sehr turbulenten Zeit selber nicht mehr gekonnt.

00:32:20: Und da ist so viel Ruhe und so viel Ankommen möglich gewesen, in Phasen wo mein Leben vielleicht auch echt hektisch war und stressig war und dafür bin ich wahnsinnig dankbar.

00:32:36: Da sprechen die ja heute auch noch davon abgesehen dass wir immer noch guten Kontakt zu ihnen haben.

00:32:41: Aber das ist wahnsinnig wertvoll.

00:32:42: und nicht diese Hybris zu haben, zu denken dass man das alles immer gleich gut kann.

00:32:48: Sondern auch mal Dinge anzunehmen und sagen hey!

00:32:51: Es ist gut, dass es diese Menschen auch gibt.

00:32:53: Ich finde das total spannend, weil wir die Situation hatten ... ich mach das namentlos!

00:32:58: Die Leute betrifft das Hören und werden sofort wissen, was sie gemeint sind.

00:33:02: Wir hatten eine Situation, wo mein Kind quasi jemand anderen einen Bezugsmenschen mit meiner Funktion.

00:33:14: Das kann ja auch meine Mama sein... angesprochen hat und demjenigen, das auch gesagt hat.

00:33:19: Und gesagt hat doch, dass wäre ja schön wenn das so wäre.

00:33:22: Es ist spannenderweise vom Gegenüber eine Beschwichtigung gab zu sagen an die du hast aber ne Mama und da bloß nicht reinzugehen und dass ich saß mit am Tisch.

00:33:30: Und dann lachen musste, weil ich gesagt habe – mal stoppen wir ganz kurz!

00:33:34: Das ist total toll, dass das so ist.

00:33:37: Weil eben auch noch einmal deutlich macht da gibt es ein Ort, da gibt's eine Sicherheit, da gibts einen Gefühl vielleicht auch Dinge zu sein oder zu geben... die in zusätzlicher sicherer Hafen sind für mein Kind.

00:33:49: Und ich finde, das ist ein großes Geschenk, die es in der Alterskategorie wurde, die das in diesen Funktionen benennt und bedenkt.

00:33:56: Für mich war das eher auch ein Kompliment.

00:33:58: Auf der anderen Seite übrigens auch ein Complement an mich selber was für eine Sicherheit ich in meinen Kind gegeben habe dass es sagen kann... Da fühle ich mich auch wohl, da kann ich zulassen dass mir jemand so nah ist.

00:34:09: Ich sab da gesessen und war ehrlich gesagt sehr stolz auf mich weil ich viele Kompetenzen in mein Kind angelegt habe die sie mit diesem Satz offenbart hat nämlich zu sagen ich habe hier meinen sicheren Hafen und da darf ich auch authentisch Gefühle fühlen.

00:34:20: Ich habe bei dir meinen sichern Hafen Und darf trotzdem übrigens benennen derjenige kann das auch.

00:34:25: also ich kann mich an meine Kindheit erinnern.

00:34:27: Ich hatte so Phasen da wollte ich ausziehen Ich wollte immer zur Tante Ilse ziehen.

00:34:30: Eine sehr gute und enge Bekannte meiner Mutter, die inzwischen leider verstorben ist.

00:34:35: Tante ilse hat gar nicht so wahnsinnig viel aufgefahren aber es war eben diese Beziehung.

00:34:39: Und ich glaube wenn man das auch als Elternteil zulassen kann dass man in seinen Kind eine Sicherheit einpflanzt, dass er es von woanders bei euch Familie Weber zulassen können da Dinge zu lernen mitzunehmen einen Gefühl mitzulegen begleitet zu werden Beziehungen zu geben wenn man das selbst vielleicht gerade nicht kann.

00:34:57: Das ist ein ganz, ganz großes Geschenk und ich finde es total schön, dass Kinder schaffen dem Rahmen und im Zweifel übrigens auch Namen zu geben und finde, das ist was ganz, sehr Großes!

00:35:09: Ich finde, was an Elternschaften manchmal kompliziert ist, ist irgendwie auch glaube ich das wie wir aufeinander blicken?

00:35:18: Also ich erlebe das, wenn ich auf Social Media manchmal unterwegs bin.

00:35:22: Was für krasse Blicke es so aufeinander gibt.

00:35:24: Auf Elternschaft und Perfektionismus.

00:35:26: Ich lehste dann immer von der Mütter-Mafia die Mütcherpolizei.

00:35:30: Es gibt hier Formate da geht es darum irgendwie wer ist der beste Vater weil er mit dem Kind spazieren geht.

00:35:36: Da gibts Social Media Menschen der darüber quasi sagt, was für ein guter Vater er ist.

00:35:43: Dass er genau diese Dinge tut.

00:35:45: und dann kam irgendwie raus keine Ahnung dass die Frau eigentlich zu Hause übrigens mit den anderen Kindern sitzt damit er das Social Media-Wirksam machen kann.

00:35:52: Und ich glaube dieser Blick aufeinanderzugucken Der ist echt eine Herausforderung an Eltern schafft.

00:35:57: Ich finde diese Einstellung gnädig aufeinanderschauen Also vielleicht zurück in den christlichen Sinne gnädigt aufeinerzuschauen fehlt mir vielleicht grundsätzlich gerade ein bisschen, also zu sagen wie ich muss nicht immer beurteilen.

00:36:12: Und ich kann auch übrigens gar nicht mehr beurteilten weil ich doch im Außen bin.

00:36:16: Wie kann ich auf die Hybris kommen da beurTeilen zu können?

00:36:19: Aber was brauchen wir denn alle?

00:36:21: Wir brauchen doch eher Bestätigung und den Kritik.

00:36:23: dann noch eine wohlwollende Kritik, die mich abholt.

00:36:26: Das finde ich... Wir haben doch alle genügend Dinge an denen wir wachsen müssen arbeiten müssen.

00:36:33: Genügend Dinger, die schwer sind in dem Leben Auf genügend schöne Sachen zum Glück, also so.

00:36:38: Aber das braucht doch nicht auch noch zusätzlich dann irgendwelche Menschen die da irgendwie ein Battlehaus machen.

00:36:44: Das ist halt völlig absurd und jeder der mit Ernsthaftigkeit und der authentisch auf sein eigenes Elternsein schaut empfindet eine riesengroße Demut vor dieser Aufgabe.

00:36:56: Und es wäre das Letzte was mir einfallen würde wäre Bewertung auf andere Eltern zu gucken.

00:37:01: ich glaube deswegen war ich vielleicht ... meiner Zeit so als Sozialpädagogische Familienhilfe relativ wirksam, weil ich immer das Gefühl hatte, boah krass was die leisten.

00:37:12: Und natürlich konnte ich auch zum Glück ein paar Sachen mitgeben, dass sie sich dann auch verbessert haben.

00:37:16: So war ja auch mein Job in einer flexiblen Erziehungshilfe.

00:37:20: aber mein erstes war immer darauf zu gucken und zu merken, oh ist doch Wahnsinn, wirst du dir auch hinkriegen?

00:37:27: Ja und jetzt gibt es ein Paar Sachen.

00:37:28: da weiß ganz gut, wenn wir das noch ein bisschen besser hinkregen... ... Blick des Beurteilens.

00:37:35: Und ich glaube, das wird uns allen vielleicht mal ganz gut tun so eine kleine, ne ja vielleicht sogar nicht nur eine kleine sondern eine große Portion Demo zu haben vor der eigenen Aufgabe und auch von der von anderen.

00:37:49: also mir geht es regelmäßig so dass wenn ich auf die Kinder schaue und vielleicht auch gerade meinen Momenten, wenn du zur Ruhe kommst oder wenn die eingeschlafen sind oder so und du schaust drauf dann gibt's Momente wo ich draufschau und denke krass was.

00:38:02: Das ist eine Wahnsinnsaufgabe auch.

00:38:04: Was für ein wahnes Glück, was für ein Wahnsinsgeschenk und irgendwie alles gleichzeitig.

00:38:09: Ganz schön viel große und kleine Gefühle?

00:38:11: Ja!

00:38:12: Ich möchte mich an der Stelle bei BD bedanken für die Folge, die für mich persönlich sehr nahe ist Und freue mich auf die nächste Folge.

00:38:21: Ich möchte nämlich gerne einen Ausblick geben, weil es gerade ums Bewerten von Elternschaft ging und wir vor einiger Zeit aufgerufen haben Fragen Erziehungsfragen zu stellen.

00:38:31: Haben die sortiert und uns damit auseinandergesetzt die nächste Folge sein, mit der wir uns beschäftigen, nämlich genau mit diesen Fragen.

00:38:39: Und uns ist total wichtig und deshalb ist es eine Überleitung – ich sage es nochmal über Leitungsqueen an dieser Stelle – zu sagen, wir wollen eben nicht bewerten sondern wir wollen noch mal eine Idee geben.

00:38:51: was können Lösungsansätze sein?

00:38:52: Was kann ein Umgang, was kann eine Antwort auf diese von euch gestellten Erziehungsfragen sein?

00:38:57: und deshalb sage ich an der Stelle Danke Carsten für diese Folge und ich freue mich sehr auf die nächste.

00:39:02: Und freue mich, wenn alle, die uns zuhören daran denken, die Glocke anzumachen beispielsweise bei Spotify gerne zu kommentieren Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt.

00:39:11: wir sind da total offen!

00:39:12: Wenn euch Sachen auffallen gebt uns eine Rückmeldung sowohl inhaltlich als auch was euch vielleicht gut gefällt Was ihr euch anders wünschen würdet was ihr euch noch an Themen wünscht und dann freuen wir uns ganz doll uns beim nächsten Mal auseinanderzusetzen mit den Fragen die ihr uns gestellt habt zum Thema Erziehung.

00:39:28: Vielen Dank.

00:39:29: Ich danke dir,

00:39:40: Alex!

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